Bestellen bei der Universal Edition | Order from Universal Edition

[English version below]
Das Lichtquartett Die Zusammensetzung der Welt dringt in die Tiefen unserer Existenz – in der unfassbare Schönheit verborgen liegt – vor. Und seid gewahr: je weiter ihr grabt, desto mehr dieser Schönheit offenbart sich. Diese Tiefe wird in der Arbeit mittels präparierter Lichtmikroskope erkundet, die Präparate unterschiedlichster an- und organischer Stoffe enthüllen und ihre Entdeckungen über Bildschirme und Projektoren ausgeben. Die Zuschauer selbst werden zur Leinwand und tauchen so in die Arbeit ein. Der Klang tritt bei diesem Werk vermehrt in den Hintergrund, gleichzeitig aber auch in die Substanz der Welt ein. Der Hörer sinkt in die Tiefen des Ozeans hinab, steigt in die Höhen des Windes hinauf, erlauscht belebten Boden und verbrennt im prasselnden Feuer. Zudem werden die Aktionen der Spielerïnnen – bei einer Installation: des Publikums – mittels Kontaktmikrofonen inspiziert. Der Fokus liegt jedoch auf der visuellen Ebene, die wie alle Klänge komplett der Notationskunst entsteigt und somit auf zwiefache Weise rezipiert werden kann. Bei der Aufführung arbeiten die Spielerïnnen allerdings nicht mit der Partitur. Ihre Anweisungen erhalten sie von der Dirigentïn und unter den Tischen befindlichen Lichtröhren, die sowohl polarisiertes als auch unpolarisiertes Licht unterschiedlichster Art ausgeben, wodurch die Präparate auf immer wieder neue Weise untersucht werden können.

Partiturskizze | Sketch of the score

The light quartet Die Zusammensetzung der Welt penetrates into the depths of our existence – which is a realm of incredible beauty. And be aware: the further you dig, the more of that beauty reveals itself. The work explores this depth by means of prepared light microscopes, which uncover samples of various inorganic and organic substances and send their discoveries to TVs and projectors, while the viewers themselves become a screen and immerse themselves in the work. The sound increasingly delves into the background, but at the same time also into the substance of the world. The listener sinks into the depths of the ocean, climbs up to the heights of winds, listens to animated soil and burns in a roaring fire. In addition, the actions of the players are inspected by means of contact microphones. However, the focus is on the visual level, which – like all sounds – completely ascends from the art of the notation and thus can be perceived in two ways. During the performance, however, the players do not work with the score. They receive their instructions from the conductors and the light tubes underneath the table, which emit polarised as well as unpolarised light of various kinds and enables them to access the samples in always different manners.